Aktionsfeld Schule-Beruf

Wichtige Adressen und Angebote im Aktionsfeld Schule-Beruf

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Die Broschüre Berufliche Bildungswege 2013 gibt einen Einblick in die Angebote der berufsbildenden Schulen der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Texte enthalten darüber hinaus Informationen über bestehende Beratungsangebote sowie ein Verzeichnis der Kontaktadressen von berufsbildenden Schulen. Im Vordergrund stehen dabei die Angebote der Berufsschulen (duale Berufsausbildung), Berufsfachschulen, Berufsoberschulen, Fachschulen, Fachoberschulen, beruflichen Gymnasien, Höheren Handelsschulen und Berufsvorbereitungsschulen. Zum Download der Broschüre siehe unten.

Die Handelskammer Hamburg und die Handwerkskammer Hamburg informieren rund um die duale Ausbildung und unterhalten Lehrstellenbörsen.

Einen guten Überblick über alle geförderten Ausbildungsmöglichkeiten bietet der Hamburger Berufsbildungsatlas „ichblickdurch.de“ .

Was ist BQ?

Das Hamburger Ausbildungsmodell mit Berufsqualifizierung (BQ) richtet sich in erster Linie an schulpflichtige Jugendliche, die trotz Ausbildungsreife und mehrfachen Bewerbungsversuchen im jeweiligen Berufsfeld keinen Ausbildungsplatz in einem Betrieb gefunden haben. Ziel der Maßnahme ist es, Jugendlichen einen zügigen Übergang in die duale Ausbildung zu ermöglichen.

Wie funktioniert BQ?

Die Berufsqualifizierung ist ein Ausbildungsangebot der Schulform Berufsfachschule in Kooperation mit Betrieben. Sie wird als erstes Jahr des Hamburger Ausbildungsmodells angeboten und vermittelt eine anrechenbare und anschlussfähige Qualifizierung für die duale Berufsausbildung.
Inhaltlich und zeitlich deckt sie das erste Ausbildungsjahr des jeweiligen Ausbildungsberufes vollständig ab. Im Anschluss an die Berufsqualifizierung folgt entweder eine duale Berufsausbildung im Betrieb oder, sofern kein betrieblicher Ausbildungsvertrag abgeschlossen werden konnte, eine trägergestützte Berufsausbildung mit einem Ausbildungsvertrag.

Wie ist die Ausbildung strukturiert?

Die Jugendlichen beginnen ihre Ausbildung in der Regel mit einem mehrwöchigen Berufsschulunterricht an der jeweils zuständigen berufsbildenden Schule. Dieser Unterricht beinhaltet einen Anteil an beruflicher Praxis. Im Anschluss daran besuchen sie im ersten Halbjahr an einem Wochentag bzw. an zwei Wochentagen die berufsbildende Schule und lernen zu den anderen Zeiten in einem Betrieb. Im zweiten Halbjahr nehmen sie am regulären Berufsschulunterricht teil, lernen im Betrieb und ggf. in schulischen Werkstätten.
Eine Ausbildungsbegleiterin oder ein Ausbildungsbegleiter stehen zur Beratung und Unterstützung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie der Betriebe zur Verfügung.
Über die Zulassungsvoraussetzungen für die Berufsqualifizierung und über die Branchen der im Rahmen der BQ angebotenen Ausbildungsplätze finden Sie in dem Info-Flyer zum Download (siehe unten).

Was ist EQ?

Die Einstiegsqualifizierung für Jugendliche (EQ) ist ein betriebliches Praktikum, bei dem die Teilnehmer/-innen in einem Betrieb arbeiten und Grundkenntnisse für einen anerkannten Ausbildungsberuf erwerben.

Wie funktioniert EQ?

Das Praktikum dauert zwischen 6 und 12 Monaten. Die berufsschulpflichtigen Teilnehmer/-innen besuchen während der EQ auch die Berufsschule. Der Betrieb stellt am Ende ein Zeugnis aus. Die Kammer erstellt zusätzlich ein Zertifikat über die erworbenen Qualifikationen. Beide Bescheinigungen sind für spätere Bewerbungen wichtig. Eine Ausbildung im gleichen Beruf wie die EQ kann nach der Einstiegsqualifizierung um ein halbes Jahr verkürzt werden – vorausgesetzt, Ausbildungsbetrieb und Kammer sind einverstanden. Eine sozialpädagogische Begleitung der EQ ist möglich. In den letzten Jahren haben über 80% aller Jugendlichen, die die EQ erfolgreich absolviert haben, direkt im Anschluss einen Ausbildungsplatz gefunden.

Wie findet man eine EQ-Stelle?

Unterstützung bei der Suche nach einer EQ-Stelle leisten:
Ausbildungsförderung der Hamburger Wirtschaft e. V. , Herr Stahlmann, Tel: (040) 36 138 798, U25-Team der Agentur für Arbeit, Handelskammer, Handwerkskammer und andere Kammern und Innungen.

Alternativ kann man sich auch selbstständig einen Betrieb für ein EQ-Praktikum suchen. Vor Beginn sollte bei dem U25-Team der Agentur für Arbeit geprüft werden, ob das Praktikum dort nach der EQ gefördert werden kann.

Betriebe, die EQ-Praktikanten einstellen, können bei der Agentur für Arbeit eine Förderung für die Praktikumsvergütung beantragen. Die Förderung in der EQ beginnt mit der Zustimmung der Agentur für Arbeit.

Wer kann teilnehmen?

Teilnehmen kann, wer noch keine Ausbildung abgeschlossen und sich bereits intensiv beworben hat.

Was ist QuAS?

Die Qualifizierung und Arbeit für Schulabsolventen (QuAS) ist eine Kombination von Arbeit und Schule für Jugendliche.

Wie funktioniert QuAS?

QuAS ist eine betriebliche Berufsvorbereitung, das heißt: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiten zu 50 Prozent der regulären Wochenarbeitszeit in einem Betrieb, mit dem sie einen Praktikumsvertrag abschließen. Der Praktikumsvertrag erstreckt sich in der Regel über einen Zeitraum bis zum nächstmöglichen Ausbildungsbeginn.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchen weiterhin den berufsvorbereitenden Unterricht an einer berufsbildenden Schule im Rahmen der Ausbildungsvorbereitung (AVdual). Sie erhalten für ihre Arbeit im Praktikumsbetrieb derzeit monatlich rund 190 Euro. Auch für Jugendliche ohne gesicherte Aufenthaltserlaubnis ist der Abschluss eines Praktikumsvertrags unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Der Beginn von QuAS ist jeweils nach den Sommerferien jederzeit möglich, die Dauer variiert und reicht von einigen Monaten bis zu einem Zeitraum, der sich über das ganze restliche Schuljahr erstreckt.

Was ist das HAP?

Im Hamburger Ausbildungsprogramm (HAP) werden vorrangig Jugendliche gefördert, die auf Grund individueller Benachteiligungen in eine betriebliche Ausbildung nicht vermittelbar sind, von denen jedoch zu erwarten ist, dass sie grundsätzlich eine begleitete betriebliche Ausbildung erfolgreich absolvieren oder einen baldigen Übergang in begleitete betriebliche Ausbildung erreichen können. Das HAP ist für Hamburger Jugendliche mit und ohne Hauptschulabschluss, die eine Berufsorientierungsmaßnahme durchlaufen haben und bei denen Betriebsreife festgestellt wurde.

Wie funktioniert das HAP?

Die Ausbildungsplätze werden in einem gemeinsamen Besetzungsmanagement von der Behörde für Schule und Berufsbildung sowie der Agentur für Arbeit belegt.
Zielgruppe: Für Hamburger Jugendliche mit Förderbedarf, die zum Ausbildungsbeginn nicht älter als 24 Jahre sind.  Die Förderfähigkeit ist anzunehmen für Jugendliche, die erstmalig eine duale Ausbildung aufnehmen wollen und

  • über keinen oder nur einen schwachen Hauptschulabschluss verfügen,
  • Abgänger bzw. Absolventen aus Förderschulen sind,
  • an einer mindestens sechsmonatigen Berufsvorbereitungsmaßnahme (im Regelfall) teilgenommen haben – hierzu zählen z.B. die Ausbildungsvorbereitung und Produktionsschule -,
  • weitgehend ausbildungs- und betriebsreif sind, so dass sie zeitnah eine (begleitete) betriebliche Ausbildung aufnehmen können.

Vergütung:
1. Ausbildungsjahr: 316,00 Euro,
2. Ausbildungsjahr: 331,80 Euro,
3. Ausbildungsjahr: 348,39 Euro,
4. Ausbildungsjahr: 365,81 Euro.

Hamburg – Bergedorf