Konzept AVdual

Was bedeutet duale Ausbildungsvorbereitung (AVdual)?

AVdual ist eine schulische Maßnahme, durch die Jugendliche möglichst schnell in Ausbildung kommen sollen. Durch den direkten Einstieg in die Berufswelt in Form von betrieblichen Langzeitpraktika soll die Übergangsquote in Ausbildung erhöht und Warteschleifen in schulischen Übergangsmaßnahmen reduziert werden.

Jeder einzelne Jugendliche wird von einer/m Mentor/in schulisch und betrieblich betreut. Kompetenzfeststellung, Lernstandsgespräche mit Zielvereinbarungen und individuelle Lernmaterialien sind Bausteine der schulischen Betreuung. Die/der Mentor/in besucht die Jugendlichen an den Praktikumsplätzen und unterstützt die betriebliche Integration vor Ort. Die Schüler sind während der Praktikumstage unfall- und haftpflichtversichert, in den Schulferien findet kein Praktikum statt.

Nach dem Abschluss einer Orientierungsphase zu Beginn des Schuljahres wird nach der dualen Struktur gelernt und gearbeitet, d.h. in einer Kombination von drei Tagen im Betrieb und zwei Tagen in der Schule.

An den Schultagen lernen die Schüler in zwei Bereichen:

In den Fächern des berufsbezogenen Bereichs werden individuelle Praktikumserfahrungen und betriebliche Zusammenhänge mit den Jugendlichen reflektiert. Mit Hilfe einer halbjährlich anzufertigenden Lernaufgabe, die mit einer Präsentation abschließt, setzen sich die Jugendlichen intensiv mit ihrem Betriebspraktikum auseinander.

Mathematik, Sprache und Kommunikation, Fachenglisch, Sport und Wahlpflicht sind Fächer des berufsübergreifenden Bereichs.

Für Jugendliche, die ohne Ersten Allgemeinen Bildungsabschluss

(ESA, früher: Hauptschulabschluss) in die AVdual eintreten, besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, den ESA im Zusammenhang mit dem AV-Abschlusszeugnis zu erhalten. Dazu ist das Bestehen einer gesonderten Abschlussprüfung mit theoretischem und praktischem Teil erforderlich.

Rechtliche Details zu den Inhalten und der Struktur der AVdual finden Sie in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung (APO-BVS) .

Das Übergangsmanagement der/des Mentorin/Mentors zielt zunächst auf einen Ausbildungsplatz im dualen System der beruflichen Ausbildung. Kooperationspartner der AVDual sind hier die Kammern.

Ist dieses (noch) nicht möglich, so steht die Vermittlung in geförderte Ausbildung im Fokus. Die Hamburger Angebote in diesem Bereich sind vielfältig.

Um einen Überblick über diese Angebote zu erhalten und um mehr zu erfahren, was sich hinter den Kürzeln BQ, EQ, QuAS und anderen verbirgt, klicken Sie hier .

Hamburg – Bergedorf