Floristik-Show und Berufswettbewerb mit angehenden Floristen der G13

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Erstellung der Überraschungsarbeit

Im Zuge des diesjährigen Berufswettbewerbs des 3. Ausbildungjahres der Floristen mussten sich die 23 Teilnehmer/-innen mit dem Thema „Farbe bekennen“ auseinandersetzen. Die Aufgabe bestand darin, der eigenen Interpretation folgend, das Thema mit viel Mut und Kreativität zu inszenieren, wobei den Auszubildenden freistand zwischen Raum-, Tisch-, Trauer- oder Hochzeitsschmuck zu wählen.

Ziel des mittlerweile 4. Wettbewerbs sollte sein, die positive Kraft der Blumen und die gestalterischen Möglichkeiten in der Floristik dem anwesenden Publikum näherzubringen. Außerdem sollte es den Jungfloristen/-innen als Vorbereitung für die Abschlussprüfung dienen. Die Arbeiten wurden nach der Fertigstellung von einer Fachjury im Hinblick auf die Technik, das Einhalten der gestalterischen Prinzipien, den sensiblen Umgang mit Farben und die Umsetzung des Themas bewertet.

Bei der Interpretation des Themas „Farbe bekennen“ waren der Kreativität der Schüler/-innen keine Grenzen gesetzt, sodass jeder die Möglichkeit hatte, einen ganz individuellen Zugang zu finden. Diese Vielfalt wurde am 22. September auf spektakuläre Weise umgesetzt und von den zahlreichen Zuschauern bestaunt.

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Mit-Mach-Aktion mit Zuschauern

Die Schüler/-innen der G13 nahmen das Publikum im Wandsbek Quarree mit auf eine abenteuerliche Reise durch die sieben Höllenkreise aus Dante’s Inferno, durch das Hamburger Schietwetter und die zahlreichen Baustellen. Die Reise führte weiter in die eigene Kindheit und in die Apfelgärten Österreichs und machte auch nicht vor der fantastischen Welt der Mystik halt, eindrucksvoll dargestellt durch einen selbstgemachten, lebensgroßen Drachen, der die Entwicklung von allem Ursprung zur Vollendung in einer farbenprächtigen Explosion vollführte. Ein anderes Werkstück bestach durch die absichtliche Auswahl unbunter Farben, als Ausdruck der Entschleunigung und Ruhe in einer grellen, lauten, bunten Welt.

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Austragungsort Wandsbeker Quarree

Die Berufsanwärter/-innen hatten auch keine Scheu vor aktuellen und brisanten Themen, wie der Gewalt gegen Frauen, unsere multikulturelle Welt und die Integration aller Menschen, egal woher sie kommen sowie der Akzeptanz der Homosexualität. Die Werkstücke zeigten ein deutliches „Ja“ zum Leben, zum Anderssein und zum Buntsein – wie eine Kandidatin eindrucksvoll in ihrem Urnenschmuck zeigte, denn auch in der Trauerfloristik kann mit kräftigen, bunten Farben gearbeitet werden.

Die Bewertung durch die Fachjury erfolgte direkt im Anschluss an die Fertigstellung der Werkstücke. Die Schüler/-innen hatten jedoch keine Möglichkeit, ihre Idee und den Hintergrund ihrer Arbeit persönlich vorzustellen, daher kam es leider zu Missverständnissen seitens der Fachjury und dadurch zu Punkteabzügen, die nicht gerechtfertigt waren. Die Klasse der G13 regte daher im Feedbackgespräch eine Änderung der Bewertung durch die Jury an, die zumindest eine kurze Vorstellung der eigenen Arbeit vorsieht, damit es in Zukunft nicht zu dieser problematischen Bewertung kommt.

Vorbereitung der Überraschungsarbeit

Die Teilnehmer/-innen hatten nach der Wahlarbeit die Chance ihrer Kreativität und ihrem Einfallsreichtum in der Überraschungsarbeit erneut Ausdruck zu verleihen. Alle Schüler bekamen die gleichen floralen und nicht floralen Materialien zur Verfügung gestellt, mit der Aufgabe innerhalb von 60 Minuten ein Werkstück herzustellen. Dieses Jahr befanden sich in der Überraschungsbox alle Zutaten für einen Tischkranz. Wie jedes Jahr war dies eine spannende Herausforderung für die angehenden Floristen/-innen, welche sie mit viel Elan und Spaß umsetzten.

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Die Überraschungsarbeit

Abgerundet wurde das Event durch die überzeugende Bühnenshow von Birgit Farwick, der Gewinnerin der Hamburger Landesmeisterschaften im Jahr 2010. Mit vielen guten Ideen und praktischen Tipps bezauberte sie das Publikum und präsentierte, wie Alltagsgegenstände sich zu kunstvollen Arrangements verarbeiten lassen.

Lisa Winkler, F14/1